Ausstellung gelungen - Viele Hände packten mit zu

Mit rund 200 Besuchern aus Mechterstädt und umliegenden Gemeinden sowohl Richtung Gotha als auch Eisenach bis nach Behringen, Finsterbergen und Tambach-Dietharz war die Ausstellung “Das Massaker von Mechterstädt 1920″ vom 21. bis 23. Oktober 2016 auf dem Saal “Zum Prinzen Albert” in Mechterstädt ein echter Publikumserfolg. Novum: Erstmals legte ein Thüringer Ministerpräsident am Gedenkstein für die Getöteten des Kapp-Putsches gegenüber dem Friedhof einen Kranz ab. Bodo Ramelow nahm sich zwei Stunden für die Ausstellung und für Gespräche Zeit. Das Thema berührte ihn persönlich. Der Wahl-Thüringer ist bereits in den 70er Jahren während seiner kaufmännischen Ausbildung in Marburg damit konfrontiert worden. Es ließ ihn, wie so viele, die sich damit beschäftigen, nicht mehr los.

Am Denkmal an der Landstraße nach Gotha legte Ministerpräsident Bodo Ramelow am Freitag, 21. Oktober 2016, einen Kranz nieder. Foto: Harald Törmer

Unter denen, die den Toten aus Thal am Gedenkstein die Ehre erwiesen, waren Prof. Bruno W. Reimann, Historiker und Initiator der Ausstellung aus Gießen, Werner Oppermann, Bürgermeister der Landgemeinde Hörsel, Matthias Hey aus Gotha, Fraktionsvorsitzender der SPD im Thüringer Landtag, Helmut Marx, SPD, Erster Beigeordneter des Landkreises Gotha und  Ulf Schrön, CDU, Ortschaftsbürgermeister von Laucha. Werner Oppermann hatte die Gäste vorab im “Prinzen” begrüßt, Prof. Reimann einleitende Worte gesprochen. Er kam mit seiner Lebensgefährtin Gerda Günsche, die beim Auf- und Abbau der Text- und Bildtafeln tatkräftig zupackte. Darüber hinaus halfen viele Bürger der Landgemeinde Hörsel: Neben Werner Oppermann, der den Ausstellungsaufbau koordinierte, waren das die Bauhofmitarbeiter Michael Hahn und Michael Lippert, außerdem Saskia Wänke und Marita Bechstein aus der Verwaltung, die für Werbung in den Hörselgemeinden sorgten, Peter Bauer und Rita Specht, die die Ausstellung beaufsichtigten und Regina Hinze, Christa Hahn, Ute Blechschmidt und Siegmar Volkenandt, die sich um Kaffee und Kuchen für die Gäste kümmerten. Zeit investierte auch Harald Törmer, der Fotos von der Ausstellung und der Kranzniederlegung machte.

Unter den Besuchern war auch Adelheid Schulze, Ortschronistin aus Thal, die in Mechterstädt gern einmal über ihre eigenen Forschungen zum Thema berichten möchte. Foto: Harald Törmer

Ortschaftsbürgermeister Dieter Specht, der sich für  die Ausstellung am Ort der Tat eingesetzt hatte, konnte zur Eröffnung aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein, sah sich die Tafeln jedoch am Sonntag an und dankte Prof. Bruno W. Reimann für dessen Engagament bei der Geschichtsforschung. Ins Gästebuch schrieb er: “Unser Besuch heute hat gezeigt, dass das Interesse sehr groß ist. Die Bürger wollen wissen, was damals wirklich geschah. Es freut mich, dass sich unser aller Aufwand für die Ausstellung positiv in den Besucherzahlen niederschlägt.” Ministerpräsident Ramelows Eintrag lautet: “Die Morde von Mechterstädt – Eine Zeitreise auch aus meinem Leben. Lange habe ich in Marburg gelebt und viel zu lange wurde versucht,diesen dunklen Teil der Geschichte zu verdrängen. Danke für die Ausstellung.” Jüngste Besucherin der Mechterstädter Ausstellung war die Enkeltochter von Werner Oppermann, ältester Besucher ein 92-Jähriger aus Sättelstädt.

Prof. Bruno W. Reimann mit einem Besucher aus Sättelstädt. Foto: Rita Specht

Besonders der Sonntag wurde zum Ausstellungsbesuch genutzt. Foto: Rita Specht


Ein Besucher notiert ins Gästebuch. Foto: Rita Specht

Die Kommentarfunktion wurde deaktiviert.