Mit Frauen der ganzen Welt gebetet

Nach dem Weltgebet konnten im Pfarrhaus Speisen der philippinischen Küche probiert werden.

Auf der ganzen Welt kamen am Freitag, 3. März 2017, Frauen aller Konfessionen  zum Weltgebetstag zusammen. Im Mechterstädter Pfarrhaus hatte Pfarrerin Barbara Rösch eingeladen, das ökumenische Ereignis zu feiern. In diesem Jahr wurde es von philippinischen Christinnen vorbereitet, die die Lieder, Texte und Gebete dafür auswählten. Ihre Liturgie stellten die Frauen des südostasiatischen Inselstaates unter dem Motto “Was ist denn fair?” zusammen.

Frauen aus Mechterstädt und Laucha sangen und beteten gemeinsam, hörten sich Lebensberichte philippinischer Frauen an und kosteten später Gerichte der Landesküche. Pfarrerin Rösch hatte die Besucher des Weltgebetstages zuvor mit Bildern und Informationen über das Land auf den Abend eingestimmt. Musikalische Unterstützung leistete Hans-Georg Seyfarth. Die Kollekte des Abends soll Frauen- und Mädchenprojekten  in verschiedenen Ländern zugute kommen.

Mit kleinen Tütchen Reis in der Tasche machten sich die Frauen wieder auf den Heimweg. Der Reis – Hauptnahrungsmittel der Philippinen – körnchenweise eingestreut in heimische Speisen, soll auch nach dem Weltgebetstag an die große weltweite Basisbewegung christlicher Frauen erinnern. Und zum Nachdenken anregen über die Frage, was denn nun fair ist. Für die rund 2 Millionen Hausangestellten des bitterarmen Landes wäre es schon fair, wenn ihnen ihre Herrschaften menschenwürdige Arbeitsbedingungen böten und  mehr als einen Armutslohn. Dafür wurde zwar ein Gesetz verabschiedet, doch kaum jemand hält sich daran.

Ist das etwa fair?

Seit über 2000 Jahren wird auf den Philippinen Reis angebaut.

Justizia darf nicht mehr blind sein. Hinschauen, wenn Unrecht geschieht. Das fordert die philippinische Künstlerin Apol, die diese Figur geschaffen hat und in ihr Weltgebetstagsbild einfließen ließ. Fotos (3): Rita Specht

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