Steinhaus-Engagement hilft Thüringischer Krebsgesellschaft

Beim Wein werden mitunter die besten Ideen geboren. Zu dieser Schlussfolgerung kommt Bernhard Suck aus Mechterstädt, sicherlich auch Mitglieder der Landeskrebsgesellschaft. Denn Ulrike Laubscher konnte jetzt eine Spende der Heimatfreunde von Mechterstädt in Höhe von 1200Euro für die Arbeit des Vereins der Thüringischen Krebsgesellschaft in Empfang nehmen. Es handelt es sich um den Erlös eines Benefizkonzertes, den das Duo „Drum ‘n‘ Guitar“, bestehend aus Benjamin Trostdorf und Johannes Luster gegeben hat. Das trug die respektable Summe von 1200 Euro ein, berichtet Gerald Büchner, Vorsitzender des Traditionsvereins Mechterstädt. Die Idee dazu sei beim Wein entstanden, sagt Benjamin Trostdorf. „Zum Erntedankfest standen wir im Weinkeller des Steinhauses und hatten überlegt, wie wir den Raum sinnvoll nutzen könnten.“ Finanzierung noch nicht komplett Für den Musiker aus Mechterstädt lag es auf der Hand, dort ein Konzert zu geben. „Ursprünglich hatten wir überlegt, ein Spaßprojekt damit zu unterstützen“, sagt Benjamin Trostdorf. Doch Johannes Luster habe vorgeschlagen, das Geld lieber dafür einzusetzen, wo wirklich Hilfe gebraucht werde. „Da wir beide in unseren Familien Erfahrungen mit Krebs und dessen Folgen gemacht haben, war das ganz in unserem Interesse.“ „Wir benötigen die Zuschüsse für die Arbeit unserer psychosozialen Beratungsstellen“, sagt Ulrike Laubscher zu dessen Verwendung. Diese unterstützen Betroffene und Angehörige. Eine Mischfinanzierung aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Zuschüssen für Projekte ermögliche dessen Arbeit. Eigentlich hätte der Verein auch das Geld gut für eigene Zwecke verwenden können. Dessen Mitglieder setzen sich seit Jahren für den Erhalt der Überreste des 1526 errichteten Steinhauses mitten im Ort ein. Es handelt sich um ein Überbleibsel des ehemaligen Edelhofes. „Der Hof und das Gebäude haben es nötig“, sagt Gerald Büchner. Die Mechterstädter suchen nach einer sinnvollen Nutzung für das Gebäude.Mit derPräsentation zum Tag des offenen Denkmals machen sie seit mehreren Jahren darauf aufmerksam. „Wir beschäftigen uns damit bestimmt schon zehn Jahre“, sagt Ortsteilbürgermeister Dieter Specht (parteilos). Es seien dazu unterschiedliche Planungen in Auftrag gegeben worden. Mit der Bauschule in Gotha sei die Idee geboren, das Gebäude einer Nutzung zuzuführen, die allen etwas bringe, beschreibt Specht die Gedankenspiele. „Wir wollen das Gebäude so herrichten, dass darin altersgerechtesWohnen möglich ist“, ergänzt Büchner. Mittlerweile sei das Projekt so weit gediehen, dass Planungsunterlagen dazu vorliegen, beschreibt der Vereinsvorsitzende den aktuellen Stand. Aber es gebe noch denkmalschutzrechtliche Bedenken und die Finanzierung stehe noch nicht komplett. Das historischeEnsemble biete sich für altersgerechtes Wohnen an, unter anderem weil Arztpraxen in der Nähe sind. Es gebe auch einen Investor, sagt Büchner. Die Mechterstädter wollen das Steinhaus wieder zum Denkmaltag präsentieren; Gerald Büchner: „Wir haben es vor, wenn der Umbau funktioniert. Wenn nicht, haben wir keine Lust mehr.“

(Der Text von Wieland Fischer  wurde in der TLZ Gotha veröffentlicht.)

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