Hörsel-Kirchen in neuer Ausstellung

Einfach, schlicht. schön: St. Kilian in Laucha

Seit 5. Januar 2019 ist in der GutsMuths-Gedächtnishalle in Schnepfenthal eine Fotoausstellung mit Bilder von Gotteshäusern aus dem Kirchenkreis Waltershausen-Ohrdruf zu sehen. Die Fotos hat Karsten Hoerenz aus Waltershausen gemacht, der dafür “Zwischen Wilder Gera und Hörsel” unterwegs war – gleichzeitig Titel der Schau. Zu sehen sind Fotos von 32 Kirchen, darunter auch denen von Mechterstädt, Teutleben, Laucha und Hörselgau.

Karsten Hoerenz hat die Kirchen für das Buch "Zwischen Hörsel und wilder Gera" fotografiert.

Karsten Hoerenz, Atheist, wie er freimütig bekennt, ist ein begeisterter Landschafts- und Architekturfotograf. Von Kirchenbauten ist er immer wieder fasziniert – insbesondere von denen im ländlichen Raum abseits der Tourismus-Kathedralen. Für ihn sind sie Stätten der Begegnung und Besinnung. Seine Ausstellung soll  so gesehen auch dazu animieren, die Kirchen der nächsten Umgebung einmal selbst aufzusuchen.

St. Marien in Mechterstädt mit ihrem barocken Innenraum.

Zu sehen aus der Landgemeinde Hörsel ist St. Marien von Mechterstädt mit dem barocken Innenraum von 1744, dessen Malereien auf den Gothaer Hofmaler Georg Conrad Dörffling zurück gehen.

Zu sehen weiter die Teulebener Kirche St. Michael, 1673/74 entstanden nach dem 30jährigen Krieg auf den Fundamenten eines gotischen Vorgängerbaus.

Beeindruckend in ihrer Schlichtheit ist St. Kilian in Laucha, ein 1719 errichtetes schlichtes barockes Gebäude, das nach langer baupolizeilicher Sperrung 1994 wieder eingeweiht wurde. Viele Lauchaer haben dafür Spenden entrichtet und an den Bauarbeiten mitgewirkt und sind deshalb heute besonders eng mit ihrer Kirche verbunden.

Fotografiert hat Karsten Hoerenz auch St. Bonifatius in Hörselgau. Das Dorf brannte im 30jährigen Krieg zweimal ab. Damals blieb nur der Turm der mittelalterlichen Kirche von 1699 übrig. Das Kirchenschiff wurde 1783 bis 1785 neu errichtet. In seinem Innenraum ist eine lebensgroße Skulptur des Namenspatrons St. Bonifatius zu sehen.

Die Fotos bestechen durch ihren heiteren Eindruck, weil der Fotograf die natürlichen Lichtverhältnisse nutzte.

Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Februar in der GutsMuths-Gedächtnishalle in Schnepfenthal zu sehen. Sie kann dienstags von 10 bis 13 und mittwochs von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden.

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