Der Mechterstädter Mundartverein e.V stellt sich vor

Das sind Logo und Schriftzug des Mundartvereins – selbst kreiert.

Und so ging es los: Gegründet wurde der Mechterstädter Mundartverein e.V.  am 19. Februar 1993 im Gasthaus “Stern”. Gründungsmitglieder der ersten Stunde waren Ursula Dübner, Gerald Büchner, Gerhardt Dübner, Edith Wagner, Ullrich Grebhahn, Renate West, Renate Gensel, Horst Schade und Günter Reinhardt.

Die erste Veranstaltung unter dem Titel “Wir stellen uns vor” fand am 6. März 1993 statt. Dabei traten die Mechterstädter Originale Valten und Fritz Beck auf. Der Saal war voll,  und alle hatten großen Spaß.  Zu Gast war auch Werner Habicht aus Waltershausen, dessen Frau eine geborene Beck war und der den Verein auf die Lebensgeschichte des Orginals Valten, nämlich Valentin Cramer, hinwies. Valten war ein Urenkel des Schulvicars Johann Franciscus Cramer und mit der Familie Beck verwandt. Dass Valten weit gereist ist und als Handwerksbursche sogar bis nach Konstantinopel gewandert war, wusste in Mechterstädt bis dahin keiner.
Nach Werner Habichts Vorschlägen forschten die Mitglieder des Mundartvereins auch in den Schriften im Pfarrhaus.  Außerdem überließ ihnen Werner Habicht eine Menge Material .
Seit der Gründung des Vereins führt dieser einmal jährlich eine Mundartveranstaltung durch. Dabei ging es zunächst vor allem um die Mechterstädter Mundart. Besucher erlebten Vorträge und Sketche in der besonderen Heimatsprache, immer gern dargeboten von Ullrich Grebhahn und Gerald Büchner (im folgenden Foto).
Leider gab es mit den Jahren immer weniger Mundartsprecher. 
Aber viel überliefertes Material. Das fand sich vor allem in den Aufzeichnungen des ehemaligen Mechterstädters und späteren Malermeisters in Eisenach Albert Hild. Jedes Jahr stellt der Mundartverein nun die Heimatabende unter ein anderes Thema – zum Beispiel das Handwerkerleben in der Gemeinde oder die Schulgeschichte (im Foto Mitglieder des Mundartvereins zum Thema Schule in Aktion).
Neben der Mundartpflege baute der Verein seine Heimatstube im Gemeindehaus aus. Das war ein alter Boden mit viel Unrat. Mit Hilfe von Spenden und behördlicher Unterstützung konnten das Ziel erreicht werden. Die ausgestellte Stücke haben  Mechterstädter Einwohner gespendet.
Mitglieder für den Verein zu werben war und ist schwierig. Einige Jahre haben sich auch Schüler am Vereinsleben beteiligt, die sich nach der Schulentlassung aber dann anderen Interessen widmeten.
Seit 2002 gibt der Mundartverein Hefte heraus, die verschiedene Geschichten aus der Vergangenheit des Dorfes erzählen. In Sonderheften wird zusätzlich versucht, die geschichtliche Vergangenheit der Gemeinde darzustellen.
Insgesamt entstanden auf diese Weise schon  12 Hefte.
Die Geschichte des Ortes ist zum zweiten Hauptanliegen des Mundartvereins geworden. Neuestes Projekt ist es, gemeinsam mit dem Mechterstädter Traditionsverein den alten Adelssitz, besser als Steinernes Haus bekannt, wieder zu neuem Leben zu erwecken.
 
Langjährige Vorsitzende des Mundartvereins ist Ursula Dübner (Foto).
Wer Lust hat, beim Mechterstädter Mundartverein mitzumachen, ist herzlich dazu eingeladen. Vereinsdomizil ist die Heimatstube im Gemeindehaus am Lindenplatz. Für gewöhnlich trifft sich der Verein jeweils am ersten Freitag eines Monats um 19 Uhr. Er macht aber auch Sommerpause. Einfach mal bei Ursel Dübner oder Christa Hahn nachfragen – und dann  kommen.